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	<title>Corona-Krise &#8211; karinbjankowski.de</title>
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	<description>Webseite von Autorin Karin B. Jankowski</description>
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	<title>Corona-Krise &#8211; karinbjankowski.de</title>
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		<title>Das Impfen in France, Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans &#38; Karin Jankowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 08:40:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Impfen]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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					<description><![CDATA[oder So kann man sich täuschen Wie haben wir gestern geschrieben: Wenig Widerstand gegen Präsident Macrons neue Massnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-Delta (siehe unseren Blog vom 14.7.21)? Da hätten wir wohl die Protest-DNA der Franzosen unterschätzt? Von wegen. Zwar sind weiterhin die Impfstellen überlaufen, aber andererseits hat sich nun der Protest doch geregt: Besonders [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>oder</strong></p>



<p><strong>So kann man sich täuschen</strong></p>



<p>Wie haben wir gestern geschrieben: Wenig Widerstand gegen Präsident Macrons neue Massnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-Delta (siehe unseren Blog vom 14.7.21)? Da hätten wir wohl die Protest-DNA der Franzosen unterschätzt?</p>



<p>Von wegen. Zwar sind weiterhin die Impfstellen überlaufen, aber andererseits hat sich nun der Protest doch geregt: Besonders in Paris, aber auch Strassburg, sind 19.000 Menschen auf die Strasse gegangen, um sich gegen die Pflicht zum „pass sanitaire“, dem Gesundheitspass, und die Impfpflicht für die Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens zu wehren. Wir hatten uns also um einen Tag getäuscht! Klar, besser Putz am Nationalfeiertag, als am Dienstag direkt nach Macrons Ansprache.</p>



<p>Hätten wir uns denken können. Und leider wiederum Gewalt: Das scheint auch hier unumgänglich zu sein: Erst privates Meckern, dann Grollen, und am Ende krachts, gemäss dem Muster der französischen Revolution vor genau 232 Jahren und einem Tag. Also auch das ein Teil der französischen Protestkultur, im Vergleich zur mehr verbalen in Deutschland. Insofern haben wir das schon richtig gesehen, minus 1 Tag 🙂 . Aber, im Gegensatz zu Deutschland, finden die nächsten grossen Wahlen erst im April 2022 statt. Da wird sich die Regierung noch keine grossen Sorgen machen. Oder?</p>
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		<title>Die Sensation: Der geheime Entwurf eines Impfgesetzes!!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans &#38; Karin Jankowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 09:55:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Impfen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dank unserer hervorragenden Beziehung zur Juristenszene haben wir vom Mitarbeiter eines Ministeriums den Vorentwurf eines Gesetzes zugespielt bekommen. Dieses soll nun endlich und abschliessend Klarheit über das bringen, was die Bundesregierung von uns im Kampf gegen Covid 19 und Varianten erwartet. Achtung: Es ist erst ein Entwurf! Viele Passagen müssen noch von einem Expertengremium (den [&#8230;]]]></description>
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<p>Dank unserer hervorragenden Beziehung zur Juristenszene haben wir vom Mitarbeiter eines Ministeriums den Vorentwurf eines Gesetzes zugespielt bekommen. Dieses soll nun endlich und abschliessend Klarheit über das bringen, was die Bundesregierung von uns im Kampf gegen Covid 19 und Varianten erwartet.</p>



<p>Achtung: Es ist erst ein Entwurf! Viele Passagen müssen noch von einem Expertengremium (den Herren Spahn, Wieler, Lauterbach und Dahmen) begutachtet werden. Wann das sein wird, ist schwer zu sagen angesichts der Dauerpräsenz dieser vier in Fernsehen und Presse. Deshalb haben wir die noch zu entscheidenden Stellen, und auch die möglichen Optionen, im Entwurf&nbsp; zwischen /&#8230;/ und <em><u>kursiv</u></em> gedruckt.</p>



<p>Also, hier ist es:</p>



<p>Artikel 1: Es wird in Deutschland <em>vorerst /keine/nur für spezifische Personengruppen/nach der Bundestagswahl eine allgemeine</em> Impfpflicht geben.</p>



<p>(Alles klar, soweit? Also weiter:)</p>



<p>Artikel 2: Prioritär sind <em>alle</em> Personen/ <em>alle</em> zwischen <em>0 und 100;/12 und 72;/9 bis 63 Lebensjahren;/88 bis 190 kg;/ mit/ohne Vorerkrankungen/alle Beamten*innen des Gesundheitsministeriums und deren Familien.</em></p>



<p>Artikel 3: Verimpft werden sollen alle in der EU zugelassenen Mittel, ausser Astra-Zeneca <em>für die Altersgruppe von 0 bis 100</em>/<em>mit Ausnahme der zwischen 69 und 72/zwangsweise für die Impfgegner.</em></p>



<p>Artikel 4: Überschüssige oder im Moment in der Impfkommission oder der B-Zeitung angezweifelte Stoffe werden umgehend nach Brasilien oder Schwarzafrika verbracht. <em>Sollen die doch schauen, obs was nützt.</em></p>



<p>Artikel 5: Die Impfungen erfolgen <em>in den dafür mit enormem Aufwand geschaffenen Impfzentren/durch die Hausärzte/Tierärzte/Apotheken/Jeden, der eine Spritze gerade halten kann/alle zugleich.</em></p>



<p>Artikel 6: Die Gesundheitsminister der Länder werden angewiesen, diese Bestimmungen <em>Wort für Wort/in diesem Sinne/wie es ihnen beliebt </em>und<em> umgehend/baldmöglichst/wie und wann sie wollen</em> durchzuführen.</p>



<p>Artikel 7: Für die Drittimpfung nach der Bundestagswahl gilt das Gleiche.</p>



<p>Wir hoffen, Euch damit nicht nur die so dringend herbeigesehnte Klarheit, sondern auch Stoff für weitere Diskussionen gebracht zu haben. Falls Ihr noch weitere Regelungen vorschlagen wollt, schreibt uns: Wir leiten sie gerne an die o.g. Herren weiter.</p>
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		<title>Das Impfen in Frankreich: Auch das eine Frage der Kultur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans &#38; Karin Jankowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 09:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade wurden im Mittagsmagazin die Werbekampagnen für die Covid-Impfung in Deutschland und Frankreich verglichen: Hier Uschi Glas, die so traurig ist, dass sie ihr Enkelkind schon lange nicht mehr gesehen hat; und im französischen TV ein beleibter Rugbyspieler, der gerade davon träumt, sich endlich wieder im Spiel auf seine Kumpel stürzen zu können. „Hats weh [&#8230;]]]></description>
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<p>Gerade wurden im Mittagsmagazin die Werbekampagnen für die Covid-Impfung in Deutschland und Frankreich verglichen: Hier Uschi Glas, die so traurig ist, dass sie ihr Enkelkind schon lange nicht mehr gesehen hat; und im französischen TV ein beleibter Rugbyspieler, der gerade davon träumt, sich endlich wieder im Spiel auf seine Kumpel stürzen zu können. „Hats weh getan?“ fragt die Krankenschwester, die ihm gerade die Impfung verpasst hat, und er wacht aus seinem Tagtraum auf und lacht „Nein, überhaupt nicht.“</p>



<p>Auch beim Impfverhalten ist der kulturelle Unterschied enorm. Frankreich ist an sich ein Land des Protests, das ist ja bekannt (und gerade heute, am Jahrestag des Beginns der Revolution). Die Gelbwesten sind zwar in der Pandemie untergegangen, aber der Widerspruchsgeist ist und bleibt in der französischen DNA. Umso überraschender war für uns, dass es hier nicht diesen organisierten Widerstand gegen das Impfen gegeben hat wie in Deutschland. Was wir wohl nicht gesehen hatten, waren die vielen kleinen persönlichen Entscheidungen, eben nicht hinzugehen (ja, genau wie beim Wählen, siehe unseren Blog dazu). Und schau an: Kaum stellt Präsident Macron die neuen Regeln vor, schon können sich die Impfzentren vor Andrang nicht mehr retten. Da muss er doch irgendeinen Nerv getroffen haben, oder? Entscheidet selbst, wo und wie: Hier sind die neuen Massnahmen:</p>



<p>Bis 15.9. müssen alle Beschäftigten im Gesundheitssektor, incl. Altenpfleger*innen geimpft sein. Sonst droht die Entlassung. Eine allgemeine Impfpflicht ist (vorerst?) nicht geplant.</p>



<p>Ab 1.8. hat nur Zutritt zu Zügen, Restaurants, Cafés, Bars, Museen, Einkaufszentren, wer einen Impfpass Covid 19 vorweisen kann.</p>



<p>Die Maskenpflicht für geschlossene Geschäftsräume bleibt; in der freien Luft gibt es keine mehr.</p>



<p>Irgendwie scheint das angekommen zu sein: Eine Mehrheit der Franzosen findet diese Massnahmen richtig, und das Impftempo hat noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. Das erinnert uns an unsere Kindheit: Da hiess es in der Schule: „Morgen wird geimpft (gegen Pocken, Windpocken usw.), kommt im sauberen Hemd.“ Dann ein Pieks, und das wars. Alte Zeiten&#8230;</p>
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		<title>Feiertage Ende 2020 &#8211;         Les fêtes de fin d&#8217;année</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin B. Jankowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 17:57:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Mann und ich leben seit 20 Jahren in Frankreich, davor über 10 Jahre in Brüssel und seit nun vier Jahren auch halb in Deutschland. Wir sind weder deutsch, noch belgisch oder französisch. Wir sind eine Mischung aus allem, aber vor allem europäisch, und das im guten Sinne. Nicht im Sinne von „Zuviel oder zu [&#8230;]]]></description>
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<p>Mein Mann und ich leben seit 20 Jahren in Frankreich, davor über 10 Jahre in Brüssel und seit nun vier Jahren auch halb in Deutschland. Wir sind weder deutsch, noch belgisch oder französisch. Wir sind eine Mischung aus allem, aber vor allem europäisch, und das im guten Sinne. Nicht im Sinne von „Zuviel oder zu wenig Europa?“ nicht im Sinne von „Brexit und anderen Exits!“, unsere beiden Söhne und ihre Familien leben in Grossbritannien. Vor allem nicht im Sinne der „Orbans und Kaczynskis“. Aber dazu gibt es andere Blogbeiträge. Mir geht es heute um was GANZ Anderes.</p>



<p>Um die Wahrnehmung von Coronaauflagen seit Anfang November 2020. Frankreich hatte seit September wieder hohe Infektionswerte und nachdem die Todesfälle wieder dramatisch stiegen und die Krankenhäuser wieder an ihre Kapazitätsgrenzen stiessen, wurde hart durchgegriffen. Was heisst das in Frankreich?</p>



<p>Zum 1.11.: Kein totaler Lockdown! Schulen und viele Wirtschaftszweige blieben am Laufen. Apotheken, Lebensmittelläden, para-ärztliche Versorgung blieben offen. Gaststätten, Cafés, Frisöre mussten schliessen. Genauso Kinos, Theater, Museen und andere kulturelle Plattformen. Um die kleinen Geschäfte zu schützen, mussten „artfremde Angebote“ in Supermärkten abdeckt werden; sprich keine Bücher im Supermarkt oder keine Weihnachtsdeko im Discounter. Sondern NUR Lebensmittel.</p>



<p>Jeder Bürger unterlag der Ausgangssperren: Bis zum 15.12. (Tag der zweiten Lockerungen) max 20 km vom Wohnort (vorher nur 1km!) und auch das nur mit einer schriftlichen Erklärung, dass es sich um eine besondere Situation handelt, wie der Weg zur Arbeit, ein Arztbesuch, Lebensmittelbeschaffung, oder der Hundegang. Strikte Beschränkungen im privaten Bereich gehörten genauso dazu wie Auflagen bei den Besuchen in Altenheimen.</p>



<p>Alles sehr strikt, aber nicht so strikt wie im ersten Lockdown!</p>



<p>Und siehe da – es funktionierte. Frankreich hat früher und strikter „dicht“ gemacht als Deutschland und kann es sich nun erlauben, wenigstens ein wenig das Weihnachtsgeschäft zu retten. Und ehrlich – Hand aufs Herz:</p>



<p>Darum ging es doch AUCH Anfang November in Deutschland, als man wieder einmal hätte hart durchgreifen müssen, um die Menschen zu bewegen, etwas mehr auf sich und ihre Mitmenschen aufzupassen. Aber statt Gefahr zu laufen, sich bei Teilen der Bevölkerung NOCH unbeliebter zu machen, und „Weihnachten“ und „Silvester“, zwei scheinbar heilige Kühe im doch gar nicht so gläubigen Deutschland, zu schlachten, liess man sich auf Halbherzigkeiten ein.</p>



<p>Ich bin eine überzeugte Föderalistin und stolz auf das deutsche System, aber hier hat es leider nur zu regionalen Egoismen statt zur Solidarität gereicht. Und dann war ja da noch die Anti-Coronabewegung. Diese bunt gemischte Gruppe vieler Andersdenkender, die man in einer gutfunktionierenden Demokratie natürlich auch hat. Normalerweise jedoch rechts und links und drüber und drunter. Aber derzeit bilden sie alle einen angstmachenden Zusammenschluss gegen das sogenannte Establishment; gegen DIE POLITIKER; gegen „DIE DA OBEN“. Und sind selbst die einzigen, die noch demokratisch zu sein glauben. Demokratisch gegen die ANDEREN? Gegen die, die auf sich aufpassen wollen? Zum Beispiel die, die der Krankheit und dem Tod in die Augen schauen müssen, weil sie sie nicht verschliessen können und dürfen. Jeden Tag und jede Nacht und ihre eigene Gesundheit opfern … an dieser Stelle ein kleiner Exkurs:</p>



<p>Ich stelle einen Antrag:</p>



<p>All diejenigen, die sagen, dass es Corona nicht gibt, oder das es nichts Schlimmes ist: Könntet ihr bitte eine schriftlich Erklärung abgeben, dass ihr, für den unwahrscheinlichen Fall euch anzustecken, auf jede medizinische Versorgung verzichtet (keine Angst – ihr wisst ja, dass ihr nicht krank werdet). Und die ganz Mutigen von euch würde ich gerne einladen, mit uns in die Krankenhäuser zu gehen, in Deutschland und in Frankreich, gerne auch in Belgien oder England oder sonst wo auf dieser Welt und für ein paar Wochen als freiwillige Pfleger zu arbeiten.</p>



<p>Ich bedanke mich schon im Voraus für eure Mitarbeit und freue mich auf zahlreiche Zusagen.</p>



<p>Ich komme zum Abschluss MEINES Statements:</p>



<p>Hand aufs Herz:</p>



<p>Ist es wirklich so schlimm Weihnachten mal ganz anders zu verbringen? Und Silvester auch? Kann der „Lack of social communication“ nicht eine total krasse Grunderfahrung auf dem Weg zu sich selbst sein? Und können wir nicht hoffen, dass die vielen Milliarden Euros an Corona-Hilfen doch noch einigermassen rechtzeitig bei den Betroffenen ankommen, damit wir nicht zu den zig-tausenden von Corona-Toten auch noch zig-tausende tote Unternehmen in 2021 haben werden? Das ist mein Wunsch ans Universum &#8230;</p>



<p>Vielleicht hilft es daran zu denken, dass wir eigentlich alle im selben Boot sitzen. Die „da oben“ versuchen ihr bestes zu tun. Könntest du es besser? So wie Herr Lindner ? Und einige andere?</p>



<p>Meine Meinung – und deine?</p>



<p></p>
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		<title>Warum so weitermachen wie vorher? Oder: Lernen aus der Corona Krise!</title>
		<link>https://karinbjankowski.de/blog/warum-so-weitermachen-wie-vorher-oder-lernen-aus-der-corona-krise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin B. Jankowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2020 17:15:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
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		<category><![CDATA[tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist nicht die erste Krise und wird nicht die letzte sein, die unsere Gesellschaft zu meistern hat. Eine der vielen Fragen wird jedoch sein, was wir aus ihr lernen können und wieviele „Fehler“ wir einfach nur wiederholen, weil sie eingefahrene Muster geworden sind. Sogar das „So schnell wie möglich raus aus der Krise“ ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es ist nicht die erste Krise und wird nicht die letzte sein, die unsere Gesellschaft zu meistern hat.</p>



<p>Eine der vielen Fragen wird jedoch sein, was wir aus ihr lernen können und wieviele „Fehler“ wir einfach nur wiederholen, weil sie eingefahrene Muster geworden sind. Sogar das „So schnell wie möglich raus aus der Krise“ ist ein solches Muster.</p>



<p>Und jeder weiss natürlich, warum wir schnell machen: Arbeitsplätze, Weltwirtschaft, Wohlstand, GELD!</p>



<p>Aus den grossen Krisen nach den beiden Weltkriegen ist in mühseliger Kleinarbeit zuerst eine Wirtschaftsgemeinschaft und danach die Europäische Union gewachsen. Die Wiedervereinigung Europas, ganz speziell Deutschlands, musste hingegen schnell gehen. Die Gunst der Stunde, Glasnost und Perestroika, genutzt werden. Aber hat sich SCHNELL wirklich bewährt? Wenn es schnell gehen muss, werden mehr Fehler gemacht, dass weiss heute auch jeder.</p>



<p>Geben wir uns also etwas mehr Zeit zur Reflektion. Die einen haben sie, die anderen weniger. Viele Menschen sind derzeit in total anderen Lebens- und Arbeitsverhältnissen schier überfordert. Und können sich vielleicht weniger auch noch damit beschäftigen. Aber sie können den Finger auf Problembereiche legen und damit zur Diskussion beitragen.</p>



<p>Wichtig ist, dass wir bereit sind, aus Entwicklungen zu lernen, die uns dahin gebracht haben, wo wir heute, Frühjahr 2020, gelandet sind. Ja, gelandet wie auf einem anderen Planeten: Die Weltwirtschaft binnen 2 Monaten fast am Rande des Kollaps. Schreckensszenarien über mögliche Ausmasse der Coronapandemie weltweit – nicht im geringsten vergleichbar mit den Zahlen in Europa.</p>



<p>Auf was will ich raus?</p>



<p>Heute und an dieser Stelle: Denkprozesse anzuregen, neue Muster und neue Modelle zu entwickeln.</p>



<p>Dazu zwei Fragen: Wer? Und worüber?</p>



<p>Statt Diskussionen über das „Nach der Krise“ zu vermeiden, oder zu untersagen, sollte man vielmehr, über alle nur möglichen Medien, dazu aufrufen. Warum nicht Auszeichnungen anbieten, wie in so vielen anderen Bereichen auch? Das können wir alle tun, aber gut platziert für diesen Aufruf wären auch unsere gewählten Politiker oder Wirtschaftsträger mit sozialem Gewissen.</p>



<p>Beispiele, in denen Menschen und Unternehmen kreativ, solidarischer und, ja, menschlicher geworden sind, gibt es mittlerweile täglich:</p>



<p>Eine grosse Versicherungsgruppe in Frankreich entschädigt Selbstständige und Kleinunternehmen für Verdienstausfälle, auch wenn diese im Vertrag nicht gedeckt waren (Crédit Mutuel). Die Grossverdiener im Profitennis finanzieren einen Fonds für weniger gut verdienende Kollegen (die im Moment nämlich GARNICHTS verdienen), auch einige Fussballprofis und die Vorstände von Peugeot (PSA) verzichten auf einen Teil ihres Einkommens; Rockstars machen ein „Hauskonzert“ für uns; usw, usw.</p>



<p>Und wenn wir einen Teil dieser Solidarität, dieser Menschlichkeit über die Krise rüberbringen könnten?</p>



<p>+ + +</p>



<p>Beim „Worüber“ ist die Liste natürlich ohne Ende, und ich greife exemplarisch zwei Bereiche raus:</p>



<p>1. Stichwort: Tourismus</p>



<p>Seit 2015 häufen sich in den Medien Berichterstattungen über „Overtourism“&nbsp; rund um den Globus. Ich werde sie nicht wiederholen, jeder kann sie nachlesen: Venedig! Mallorca! Downunder!Schon in den 80er Jahren gab es Studien der EU, wonach der Mittelmeerraum und die Alpenregion als höchstgesättigt und stark gefährdet eingestuft wurden.</p>



<p>„No-Tourism“, wie derzeit, April 2020, heisst jedoch für viele Länder in Asien, Südamerika und Afrika NOCH mehr Probleme. Existenzielle Probleme.</p>



<p>Aber müssen wir nach der Krise dort weitermachen, wo wir aufgehört haben …?</p>



<p><strong>Gibt es nicht bessere Szenarien?</strong></p>



<p>Staatlich gestützte Kerosinpreise haben den Auswuchs dieses Industriezweigs&nbsp; in Schwung gebracht und ins Unermessliche wachsen lassen. Flüge sind meist billiger als Zugfahren und stossen dabei Unmengen mehr an CO2 aus. Fernweh gab es schon immer, und Neugierde auf Neues, Fremdes ist ein schöner Zug. Aber muss es denn so viel sein? Und muss es staatlich gefördert werden? Wo bleibt der CO2-Fussabdruck? Nordsee, Ostsee, die Rhön, die Ardennen, die Vogesen und der Jura – nicht auch entdeckenswert?</p>



<p>2. Stichwort: Abhängigkeiten:</p>



<p>Gibt man in eine der Suchmaschinen im Internet den Begriff „Cecchini Bericht“, bekommt man eine Auswahl an Klickmöglichkeiten:</p>



<p>„Die europäische Antwort auf die soziale Frage“; „Perspektiven zur Vollendung des europäischen Binnenmarktes“; „Liberalisierung und Deregulierung im europäischen Binnenmarkt“.</p>



<p>Es gibt sicherlich auch Angaben wie teuer die „ &#8230; wohl bedeutendste wirtschaftswissenschaftliche Befassung mit dem europäischen Binnenmarkt &#8230;“ UNS gekostet hat – aber wer kennt denn schon den Cecchini Bericht?</p>



<p>Meine Frage, als Kennerin des Berichts und des Europäischen Integrations-werkes, ist folgende: Wie konnte man nach diesem Bericht und dem Credo aller DAMALIGEN Mitgliedstaaten zu einem Europäischen Binnenmarkt (1992!) in einer Globalisierung landen, in der wir ALLES UND NOCH MEHR aus Ländern ausserhalb Europas, allen voran aus China, importieren, sogar lebenswichtige Medikamente …</p>



<p><strong>Gibt es nicht bessere Szenarien?</strong></p>



<p>Und damit meine ich nicht eine Re-Nationalisierung, sondern eine Re-Europäisierung.</p>



<p>Das wäre mein kleiner Beitrag zu neuen Denkmodellen.&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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